Einsatzübung – MANV 25 – Bad Bederkesa

Bei einem Busunglück in Bad Bederkesa sind gestern Vormittag zwei Personen ums Leben gekommen. 15 Businsassen wurden zum Teil schwer verletzt. Bei diesem Einsatz handelte es sich zum Glück um eine seit längerer Zeit geplante Großübung.

Das Übungsszenario stellte sich wie folgt dar: Ein Bus stürzte in einer Kurve auf zwei Fahrzeuge. Im Bus befanden sich insgesamt 15 zum Teil schwer verletzte Personen und in den beiden PKW jeweils ein Insasse. Die beiden Fahrer starben bei dem Unfall noch an der Unfallstelle. Schwerpunkte für die Einsatzkräfte der Feuerwehren waren unter anderem die Sicherung des Busses und der Fahrzeuge, die Sicherstellung des Brandschutzes, die Befreiung der Personen aus dem Bus und das Befreien der Verstorbenen mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihrem Unfallfahrzeug.

Die richtige Handhabung bei einem Massenanfall von Verletzten war ein weiterer primärer Schwerpunkt dieser Übung. Hierfür wurden unter anderem Behandlungszelte und das dazugehörige Equipment aufgebaut, die Verletzten mit Hilfe von Armbändern nach der Schwere der Verletzungen kategorisiert und der Transport in mehrere Krankenhäuser koordiniert. Am Übungseinsatz nahmen die Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Bederkesa, Köhlen, Ankelohe und Fickmühlen teil. Die Feuerwehr Imsum übernahm im Nachgang der Übung im Feuerwehrhaus Bad Bederkesa die Verpflegung für die beteiligten Einsatzkräfte.

Insgesamt nahmen an der Übung aus den Reihen des hauptamtlichen- sowie des erweiterten Rettungsdienstes 14 Rettungs- und Krankentransportwagen, drei Notärzte, ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, ein Leitender Notarzt sowie die UG ELW ÖEL aus dem Landkreis Cuxhaven teil. Die Bergungsgruppe des Technischen Hilfswerkes aus Bremerhaven übernahm mit ihren Gerätschaften die Bergung des Busses. Im Feuerwehrhaus Langen befand sich die Übungsleitstelle, im Feuerwehrhaus Ringstedt wurde das Übungskrankenhaus dargestellt. Des Weiteren nahm die Gruppe der realistischen Notfalldarstellung des DRK aus Cuxhaven und die Mitarbeiter der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des DRK teil. Das Autobahnkommissariat Langen-Debstedt unterstütze ebenfalls mit mehreren Einsatzkräften. Außerdem waren diverse Beobachter eingesetzt. An der Übung nahmen insgesamt rund 150 zum großen Teil ehrenamtliche Einsatzkräfte teil.